Das Kinder-und Jugendhaus Lehmbau, kurz Lehmbau genannt, hat sich in den vergangenen 28 Jahren zu einer überregional bekannten Einrichtung entwickelt.

Es ist und war für hunderte von Kinder und Jugendliche ein Freizeit-und Bildungsort, an dem sie sich sicher fühlen und fühlten. Für viele ein zweites Zuhause und somit eine wichtige weitere Sozialisationsinstanz neben Familie und Schule.

Das außergewöhnliche Gebäude mit seinen vier runden Türmchen, wurde von 1986 bis 1989 in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und ca. 130 arbeitslosen Jugendlichen erbaut. Ökologisch und ganzheitlich durchdacht sollte es sein. So plante man als Baumaterial ausschließlich Holz und Lehm und als Grundriss eine organisch ineinander verschachtelte Raumanordnung. Diese sollte Geborgenheit und Sicherheit vermitteln und Kommunikation fördern um Gemeinschaft zu spüren.

Das Vorhaben war in der Planungsphase seitens der Bevölkerung und den politischen Fraktionen umstritten. Eine Bürgerinitiative aus der Nachbarschaft versuchte den Bau zu verhindern.

Doch Dank der vielen Befürworter wurde der Lehmbau, gebaut von der Jugend für die Jugend, 1989 eröffnet.

Die Trägerschaft wurde von der Evangelisch-Lutherischen Gesamtkirchengemeinde zum Zweck einer sinn-und werteorientierten Kinder-und Jugendarbeit übernommen.

Die Trägerschaft, die Verortung am Naherholungsgebiet „Kuhsee“, das großzügige Außengelände, wie auch die Konzeption sind einzigartig im Augsburger Stadtgebiet.

1995 begann im Kinder-und Jugendhaus Lehmbau die Haltung bedrohter Nutztierrassen, die Teil der pädagogischen Arbeit wurde.

2010-2011 entstand das Winterhaus „Oase“, ein Holzgebäude mit einem Kinder-und Jugendraum, einer Küche und einem Büro.